Ein Jahr E-Scooter und seine Bilanz

Haben sich die Ängste bestätigt?

Vor einem Jahr war der E-Scooter in aller Munde. Ganz frisch auf dem Markt und sofort das Gesprächsthema Nummer eins. Entweder man liebte ihn und all die neuen Möglichkeiten oder eben nicht. Doch was genau ermöglicht er uns und weshalb gab es so viele Kritiker.

Kein Wandel auf der Straße?

Kritiker behaupten, dass es keinen Wandel gibt. Der E-scooter ersetzt weder das Fahrrad noch das Auto oder den Bus. Doch es war auch nie das Ziel sofort etwas komplett zu ersetzen. Veränderungen brauchen schließlich Zeit. Entzerren oder Verbessern sind hier doch die passenderen Worte.

Vor allem bei Kurzstrecken das Auto stehen zu lassen bringt schon einige Vorteile für unser Klima. Die Feinstaubbelastung zu senken liegt ja schließlich in unser aller Interesse.

Zudem ist ein E-Scooter in den Innenstädten eine unglaubliche Bereicherung. Bei dem vorherrschenden Platzmangel schlägt sich ein kleiner und klappbarer E-Scooter hervorragend.

Sind die eScooter wirklich so gefährlich?

Zusätzlich bleiben die Vermutungen einer enorm hohen Anzahl an Verletzten aus. Denn schaut man sich Unfallstatistiken genauer an fällt einem auf, dass diese nicht, wie gedacht immens hoch sind, sondern vertretbar.

Desweiteren sollte einem aber auch bewusst sein, dass die E-Scooter sicher nicht ungefährlich sind. Dies liegt jedoch meist in der Hand des Fahrenden. Denn wenn man Probleme hat seine Balance zu halten und trotzdem einen E-Scooter benutzt können wir uns alle das Ende davon vorstellen. Auch die gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr liegt an uns Menschen und nicht an einem E-Scooter.

Wenn Personen betrunken oder zu zweit auf einem eScooter fahren kann das nicht gut ausgehen. Diese Gefahr haben die unvernünftigen Personen aber auch mit einem Fahrrad oder jedem anderen Fortbewegungsmittel.

Was ist unser Resumee? Welche Erfahrungen haben wir im letztem Jahr mit den neuen Flitzern gemacht?

Grundsätzlich muss man zwischen den Sharinganbietern und den Cruisern mit eigenem eScooter unterscheiden.

Nachdem die Straßenzulassung im Juni letzten Jahres kam, schossen die Sharinganbieter in den Cities wie Pilze aus dem Boden. An jeder Straßenecke und an den unmöglichsten Stellen konnte man achtlos abgestellte eScooter liegen oder stehen sehen, manchmal sogar an Bäumen hängend, oder in Flüssen schwimmend. Es entwickelten sich regelrechte eScooterhater und andere die innerhalb von 3 Monaten tausende von Kilometern zurücklegten.

Der große HYPE ist ausgeblieben, die großen Katastrophen sind nicht eingetreten.

Dann kam Corona und die an die Wand gemalten Schreckenszenarien sind in Vergessenheit geraten. Plötzlich sah man fast gar keine Leihscooter mehr in den Städten. Aufgrund der Ausgangsbeschränkung sah man zwangsläufig weniger Personen, und die wenigen hatten auch keine Lust mit einem Leihgerät unterwegs zu sein. Man weiß ja schließlich nie wer vorher den Lenker angefasst hat und wie lange sich die Viren an Griffen halten würden.

Froh waren in der Coronazeit all diejenigen, die einen eigenen eScooter hatten und damit unabhängig von öffentlichen Verkehrsmitteln an der frischen Luft ohne Aerosole unterwegs sein konnten.

Entwicklung der Produktpalette

Als erstes bekamen das Modell von BMW und Metz Moover letztes Jahr im September die deutsche Straßenzulassung.

Die im sehr hohen Preissegment angesiedelten Produkte wurden sehr gut angenommen. Wobei vielen Interessierten das Modell von BMW nicht so sehr entsprach da man zum Start auf dem Trittbrett antreten muss, anstelle dem Daumengas vom Metz Moover.

Sehr überrascht hat uns, dass überwiegend Personen Ü40 als Pioniere an diesen Modellen interessiert waren. Das Vorurteil das ältere Personen NEUEM nicht mehr aufgeschlossen sind, können wir aus unserer Erfahrung nicht bestätigen. Vermutlich hat auch der hohe Preis das jüngere Publikum abgeschreckt.

Nach und nach kamen dann die bisher bewährten eScooter der Firmen SXT, Egret,Urban, Trekstore, Cityblitz, Inokim, Ninebot usw auf den Markt. Es wurden die Bremssysteme, Lichtanlagen und vor allem die Höchstgeschwindigkeiten von 20 km/h für die deutsche Straßenzulassung angepasst.

Schwarze Schafe

Was uns in der Übergangsphase sehr ärgerte waren einige Onlinehändler die mit Nachrüstkits warben um so einen nicht zugelassenen eScooter doch noch verkaufen zu können. Die Kunden freuten sich über ein vermeintliches Schnäppchen haben aber dann einen alten eScooter ohne Strassenzulassung erstanden. Die eScooter waren oft viel zu schnell, die Bremsen und Beleuchtung nicht entsprechend. Auch gab es vereinzelt Versicherungsanbieter die dann ohne CoC -Bescheinigung (Certificate of Conformity) ein Versicherungskennzeichen ausgaben. Das kann im Schadensfall sehr ungemütlich und teuer werden, und es besteht keinerlei Versicherungsschutz.

Billiganbieter

Unser Lieblingsspruch : Geiz ist nicht geil, und „Glump kauft man zweimal“ bewahrheitet sich immer wieder.

Nachdem die Nachfrage auch nach günstigeren Modellen gestiegen ist, hatten wir verschiedene Hersteller im Preissegment unter 500 € getestet, und auch zur Probefahrt für unsere Kunden bereitgestellt. Die Ergebnisse waren eigentlich wie erwartet. Keiner wollte mehr nachdem er einen guten eScooter gefahren ist auf ein „günstiges“ Modell zurückgreifen.  Teilweise war die Verarbeitung mäßig, die Akkuleistung versprach nicht die Mindestanforderungen und der Fahrkomfort ließ auch deutlich zu wünschen übrig.

In unser Produktportfolio nehmen wir nur Hersteller auf die gewisse Servicestandards einhalten und unsere Probefahrten positiv durchlaufen haben.

  • Verarbeitung und Akkuleistung
  • Optik
  • Verhalten des Herstellers im Garantiefall
  • Lieferzeiten der Ersatzteile
  • kein Preisdumping
  • Preis-/Leistungsverhältnis

Ressourceneffizienz

Für uns bedeutet der Umstieg auf eMobilität auch umweltbewusstes und nachhaltiges Handeln. Unser Prinzip passt überhaupt nicht mit kurzlebigen Produkten, die nach kurzer Nutzungsdauer  auf dem Müll landen zusammen. Zudem sind Lithium-Ionen-Akkus Sondermüll, der fachgerecht entsorgt und bei guten Anbietern wieder recycelt wird.

Bricht hingegen bei den ersten Fahrten die Lenkstange, fliegen Kleinteile davon, oder ist die Reichweite weit unter den Herstellerangaben macht eScooterfahren keinen Spaß. Ebenso wenig wenn sie beim kleinsten Berg trotz Elektroantrieb selbst anschieben müssen.

 

Welche eScooter Modelle haben sich in unserem Angebot bewährt?

Der Starke

Dieser eScooter wäre wohl ein Sharingmodell geworden, wäre er nicht klappbar und schnell im PKW verstaubar. Der SXT MAX ist sehr robust mit einem Rahmen aus einer hochfesten Aluminiumlegierung. Zwei Trommelbremsen sorgen für deine Sicherheit. Die 10 Zoll Vollgummireifen brettern über fast jeden Untergrund. Alle Kabel sind sauber in der Lenkstange verbaut. Ein breites rutschsicheres Trittbrett bringt auch größere Füße gut unter.

Empfehlung von efuture: Wer einen ultrastabilen eScooter sucht trifft hier keine falsche Entscheidung. Als Baustellen- und Firmenfahrzeug bestens geeignet.

  • Hersteller SXT MAX
  • Gewicht 23 kg
  • Reichweite 40 km
  • Leistung 350 Watt
eScooter SXT Max in schwarz Seitenansicht

Der König der Strasse

Ein rundum tolles Ding. Das Design ist modern und nicht zu klobig. Der Lenker ist schön breit und höhenverstellbar. Das macht den eScooter für jede Körpergröße angenehm zu lenken. Dazu hat er vorne und hinten kraftvolle mechanische Scheibenbremsen. Die Luftreifen sorgen für ein angenehm weiches Fahrgefühl. Der Klappmechanismus ist leicht zu bedienen. Das Fingergas ist leicht zu dosieren und die 5 Fahrstufen ein besonderes Feature.

Empfehlung von efuture: Sehr schicker eScooter mit tollem Design auf dem Trittbrett. Testsieger beim Süddeutsche Zeitung eScootertest.

  • Hersteller Walberg THE URBAN #HMBRG
  • Gewicht 17 kg
  • Reichweite 30 km
  • Leistung 350 Watt
eScooter URBAN #HMBRG grau in Seitenansicht

Der Mobile

Einer der leichtesten eScooter mit ordentlich Power. Der SXT Light+V hat 500 Watt Leistung und schafft eine Steigung von 20%. Die Zuladung liegt bei 125 kg. Hat man den Klappmechanismus gecheckt ist er super schnell geklappt. Dank der stabilen Befestigung am hinteren Schutzblech kann er leicht getragen und sogar mit nur einer Hand geschoben werden. Super schnell ist er aufgeladen, in 3 Stunden hat er wieder volle Leistung. Eine Federung gleicht die pannensicheren Hartgummireifen aus.

Empfehlung von efuture: Perfekt für Pendler die ihren eScooter mit in die Bahn nehmen wollen. Leicht zu Tragen oder zu Schieben. Zum Verstauen gibt es sogar eine Tasche mit praktischen Rollen dazu.

  • Hersteller SXT Light+ V
  • Gewicht 11 kg
  • Reichweite 40 km
  • Leistung 500 Watt
eScooter SXT Light+V schwarz in Frontansicht

Der Inokim mit Straßenzulassung

Der größere Bruder vom SXT Light+V hat 8,5 Zoll Luftreifen. Mechanische Trommelbremsen sorgen für eine sichere Fahrt. Das Trittbrett ist angenehm breit. Der Buddy V2 wirkt sehr stabil und mit dem Daumengas schön zu beschleunigen. Die Griffe können eingeklappt werden, dann hat der Buddy fast überall Platz. Ein kleines Display auf der rechten Seite lässt drei Fahrstufen zu. Für Kleinigkeiten ist an der verstellbaren Stange eine kleine Tasche mit Klettverschluss dabei.

Empfehlung von efuture: Gut verstaubarer eScooter für Pendler die lieber mit Luftreifen fahren möchten. Breites Trittbrett für bequemen Stand.

  • Hersteller SXT Buddy V2
  • Gewicht 14 kg
  • Reichweite 40 km
  • Leistung 350 Watt
eScooter Buddy in weiß mit Straßenzulassung

Der Schicke

Im Vergleich zu anderen eScootern ist der Egret Ten V4 ziemlich teuer. Allerdings bietet er auch einiges für seinen Preis. Schlichtes Design, zwei Scheibenbremsen, mechanisch vorne und hydraulisch hinten. Ein breites Trittbrett und 10 Zoll Luftreifen. Das sorgt für ein sehr ruhiges uns sicheres Fahrgefühl. Wäre der Akku nicht so stark könnte man den Egret in einem Rutsch leer fahren- so bequem fährt er sich. Die fünf Fahrmodi sind praktisch, gerade für die Mittel- und Langstrecke. Zum Absperren wurde eigens ein Bügel für ein Fahrradschloss als praktisches Detail ergänzt. Der Klappmechanismus ist sehr leicht zu bedienen. Der Seitenständer klappt beim Losfahren von alleine nach hinten.

Empfehlung von efuture: Sehr edel wirkender eScooter mit ordentlicher Wattzahl und guter Beschleunigung. Sehr solide Verarbeitung und leistungsstarkem Akku. Für alle die sich etwas Besonders gönnen wollen.

  • Hersteller Egret Ten V4
  • Gewicht 17 kg
  • Reichweite 40 km
  • Leistung 500 Watt
eScooter Egret Ten V4 blau Seitenansicht

Der Alleskönner

Gut schaut er aus der neue Segway Ninebot G30D. Er ist sehr stabil gebaut und mit 10 Zoll schlauchlosen Luftreifen ausgestattet. Dieser eScooter ist vergleichbar mit den Leihscootern in der Stadt. Die Kabelführung ist sehr solide. Es gibt nur ein Bremskabel für die Trommelbremse vorne. Zusätzlich hat er eine elektromagnetische Bremse hinten verbaut. Diese kann links mit einem Daumenhebel betätigt werden. Mit dem Segway Ninebot fährt man auch auf unebenem Untergrund sicher dahin. Ein übersichtliches Display verfügt über einige Features. Ein toller eScooter mit perfektem Preis- Leistungsverhältnis.

Empfehlung von efuture: Wer einen stabilen eScooter auch für unebene Untergründe sucht, nicht weit tragen muss, dafür aber größere Strecken zurücklegen will.

eScooter Ninebot Segway G30D Seitenansicht

Der super Stabile

Der kleine Monstertruck unter den eScootern. Der VMax R25 hat alles was starke Männer glücklich macht. Breites Trittbrett und 10 Zoll Luftreifen. Bringen dich auch auf schottrigem Untergrund angenehm voran. Die Lenkstange ist auf die eigene Körpergröße einstellbar. Zwei mechanische Scheibenbremsen sorgen für schnelles uns sicheres Abbremsen. Das Zeigefingergas beschleunigt den eScooter ganz schön schnell. Die Kabelführung ist gut gelöst und passt sehr gut zum Stil dieses etwas massiven eScooters. Der VMax R25 hat vorne und hinten eine Federung.

Empfehlung von efuture: Ein eScooter für große starke Männer, er zieht schnell ab und macht echt was her. Der Lenker ist schön breit und somit sehr bequem für breite Schultern.

  • Hersteller VMax R25
  • Gewicht 19 kg
  • Reichweite 30 km
  • Leistung 350 Watt
EScooter VMax 25V Seitenansicht

Der schneidige, kleine Protz!

Woah, klatsch in die Hände, hier kommt ein schneidiger, kleiner Protz daher. Der VMAX R20 kommt mit seinem tightem Body und einer knallroten Federung. Ansonsten schwarze Alu & Magnesium Ausstattung. Er wirkt sehrt stabil und ist sehr angenehm mit dem Zeigefingergas zu fahren. Mit der Vollfederung vorne und hinten, und den 8 Zoll Luftreifen fährt er dich auch komfortabel über Schotterstraßen.

Empfehlung von efuture: Ein eScooter für große starke Männer, er zieht schnell ab und macht echt was her. Der Lenker ist schön breit und somit sehr bequem für breite Schultern.

  • Hersteller VMax R20
  • Gewicht 18 kg
  • Reichweite 30 km
eScooter VMAX 20 Seitenansicht

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